Kriminalstatistik 2025
Polizei registriert 5,6 Prozent weniger Straftaten

Die Polizei hat 2025 in Deutschland 5,6 Prozent weniger Straftaten registriert als im Jahr zuvor.

Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Bundesinnenminister Dobrindt, CSU, verwies darauf, dass nichtdeutsche Tatverdächtige fast 43 Prozent ausmachten und damit überrepräsentiert seien. Hamburgs Innensenator Grote erklärte, dass Straftaten durch Zugewanderte zugleich mit 9,2 Prozent überproportial rückläufig seien. Einen Rückgang von 2,3 Prozent gab es bei Gewaltverbrechen insgesamt. BKA-Chef Münch bemerkte aber, dass es einen Anstieg bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen sowie bei Vergewaltigungen gebe. Bei Vergewaltigungen seien meist Freunde oder Partner die Täter.
Den generellen Rückgang der Delikte führten die Behörden auch auf die Teillegalisierung von Cannabis zurück. Die Statistik erfasst nur Straftaten, die der Polizei bekannt werden.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Kerosin
Reiche will mit Luftfahrtbranche Versorgungslage besprechen

Bundeswirtschaftsministerin Reiche will heute in einem Gespräch mit Vertretern der Luftverkehrsbranche die Versorgungslage von Kerosin erörtern.

Dabei gehe es darum, wie die nationale Reserve Deutschlands genutzt, Importe sichergestellt und die Produktion von Kerosin in hiesigen Raffinerien hochgehalten werden könnten, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Die Versorgungsicherheit sei aus ihrer Sicht gewährleistet. Länder wie Kasachstan, Norwegen und USA würden Deutschland mit Erdöl beliefern.
Die Internationale Energieagentur hatte gewarnt, mehrere europäische Länder könnten im Zuge des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten bald von einer Kerosin-Knappheit betroffen sein.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Pakistan
Iran sagt neue Verhandlungsrunde mit USA ab

Der Iran hat seine Teilnahme an einer für heute geplanten neuen Runde von Friedensgesprächen mit den USA abgesagt.

Dies gab ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran bekannt. Er sagte, es sei noch nicht entschieden, ob überhaupt weiterverhandelt werde. Das Regime in Teheran wertet die von den USA aufrecht erhaltene Blockade iranischer Häfen als Bruch des Waffenstillstands und wirft Washington überzogene Forderungen vor. Die USA hatten gestern Abend zudem erstmals gewaltsam ein Frachtschiff unter iranischer Flagge gestoppt und unter ihre Kontrolle gebracht, worauf Teheran mit Vergeltung drohte.
US-Präsident Trump hatte sich gestern noch optimistisch über ein Zustandekommen der Verhandlungen geäußert. Eine US-Delegation mit Vizepräsident Vance an der Spitze sollte am Abend in der ‌Hauptstadt Islamabad eintreffen.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Russischer Geheimdienst
Deutsche in Russland festgenommen - Vorwurf der Planung eines Terroranschlags

In Russland ist eine Deutsche wegen des Vorwurfs festgenommen worden, an der Planung eines Terroranschlags beteiligt gewesen zu sein.

Dies berichten russische Staaatsmedien unter Berufung auf den Geheimdienst FSB. Die Festnahme ereignete sich demnach in der Stadt Pjatigorsk in der Kaukasus-Region Stawropol. Die 57-Jährige soll einen selbstgebauten Sprengsatz in ihrem Rucksack getragen haben. Sie sei von einer Person aus einem zentralasiatischen Land im Auftrag der Ukraine für die Vorbereitung des Anschlags ausgebildet worden, hieß es weiter. Ziel sei eine Einrichtung der russischen Strafverfolgungsbehörden in der Stadt gewesen. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien
Mitte-Links-Bündnis von Ex-Präsident Radew gewinnt deutlich

Das Mitte-Links-Bündnis des früheren Präsidenten Radew hat die vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien gewonnen.

Die zentrale Wahlkommission teilte mit, nach Auszählung fast aller Stimmen kann das Bündnis "Progressives Bulgarien" einen deutlichen Sieg für sich verbuchen. Es kam auf rund 45 Prozent der Stimmen. Das konservative Mitte-rechts-Bündnis des ehemaligen Regierungschefs Borissow landet mit etwa zwölf Prozent abgeschlagen auf Rang zwei, gleichauf mit dem liberalen Bündnis.
Auch wenn das neue Bündnis vielen als mitte-links gilt, sind dessen politische Ziele bisher weitgehend unklar. Im Wahlkampf positionierte sich Radew gegen Oligarchie und Korruption. Er ließ nationalistische Tendenzen erkennen, ebenso wie skeptische Haltungen zur EU und freundliche Einstellungen zu Russland.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Japan
Nordosten des Landes von Erdbeben der Stärke 7,5 erschüttert - Warnung herausgegeben

Vor der Nordostküste Japans hat sich ein schweres Erdbeben ereignet.

Nach Angaben der Behörden hatte es eine Stärke von 7,5. Es wurde eine Tsunamiwarnung für die Präfektur ‌Iwate und Teile von Hokkaido herausgegeben. Es sei mit Wellen in Höhe von bis zu drei Metern zu rechnen.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Wetter
Von Nordwest bis in den Osten Regen, sonst vereinzelt Schauer mit Aufheiterungen, 8 bis 16 Grad

Das Wetter: Vom Nordwesten bis in den Osten bedeckt und regnerisch. Sonst vereinzelt Schauer mit Aufheiterungen. 8 bis 16 Grad. Morgen in der Nordhälfte meist sonnig. In der Südhälfte bewölkt und teilweise Schauer. 11 bis 16 Grad.

Die weiteren Aussichten:
Am Mittwoch vielfach sonnig. Im Nordseeumfeld aufziehende Wolkenfelder. 14 bis 19 Grad.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
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