Großbritannien
Premierminister Starmer lehnt Rücktritt weiterhin ab

Der britische Premierminister Starmer hat einen Rücktritt erneut ausgeschlossen.

Zugleich rief er seine Partei zur Geschlossenheit auf. Sollte Labour eine neue Führung wählen, werde er nicht einfach den Platz räumen, sondern wieder kandidieren, erklärte Starmer.
Sein Parteikollege Burnham gilt als möglicher Herausforderer. Der Bürgermeister von Greater Manchester errang im Zuge einer Nachwahl einen Sitz im Unterhaus. Das Abgeordnetenmandat ist Voraussetzung, um Starmer an der Parteispitze herauszufordern. In der Regel übernimmt der Vorsitzende der Regierungspartei auch das Amt des Premierministers.
Starmer steht nach dem schlechten Abschneiden von Labour bei den Kommunal- und Regionalwahlen politisch unter Druck. Mehrere Minister hatten ihm das Vertrauen entzogen und das Kabinett verlassen.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Oberlandesgericht Düsseldorf
Drei Jahre Haft für Aufrufe zu Anschlägen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen Rechtsextremisten aus Dortmund zu drei Jahren Haft verurteilt.

Der 50-jährige Informatiker wurde unter anderem wegen der Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat schuldig gesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann eine anonyme Plattform im sogenannten Darknet betrieb, wo er zu Anschlägen auf Politiker, Richter und Wissenschaftler aufrief. Außerdem habe er Krypto-Kopfgeld für deren Ermordung eingeworben und Anleitungen zum Bombenbau veröffentlicht.
Auf den von dem Rechtsextremisten veröffentlichten Namenslisten standen unter anderem die frühere Bundeskanzlerin Merkel und der ehemalige Bundeskanzler Scholz.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Konferenz in Hamburg
Innenminister wollen Zivilschutz bis 2029 stärken – Reaktion auf russische Bedrohung

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich auf Maßnahmen zum besseren Schutz der Zivilbevölkerung verständigt.

Das geht aus einem Beschluss zum Ende der Innenministerkonferenz in Hamburg hervor. Bis 2029 sollen eine widerstandsfähige IT-Infrastruktur, abgesicherte Kommunikationswege und eine bessere Selbstschutzkompetenz der Bevölkerung geschaffen werden – durch Übungen, Kurse und Unterricht an Schulen.
Bundesinnenminister Dobrindt soll außerdem ein Schutzraumkonzept vorlegen.
Der Hamburger Innensenator Grote sagte als Konferenzvorsitzender, Deutschland sei ein Hauptziel russischer Destabilisierung. Niedersachsens Innenministerin Behrens mahnte mehr Tempo an: Beschlüsse allein würden Putin nicht aufhalten, sagte sie.
Bundesverteidigungsminister Pistorius erinnerte an die 80er und frühen 90er Jahre: Übungen und gemeinsame Krisenplanung zwischen Militär und zivilen Stellen müssten jetzt wieder Standard werden.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

"Unrechtsregime"
Nouripour kritisiert Verurteilung von Sängerin Parastoo Ahmadi zu Peitschenhieben

Bundestagsvizepräsident Nouripour hat die Verurteilung der iranischen Sängerin Parastoo Ahmadi zu Peitschenhieben und Berufsverbot kritisiert.

Nouripour sagte dem Deutschlandfunk, ein Regime, das Frauen auspeitschen lasse, sei ein Unrechtsregime. Ausdrücklich bezog er sich auf das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Statt dem Regime in Teheran zu einem bizarren Deal zu gratulieren, sollte Bundeskanzler Merz besser klare Worte für die brutale Unterdrückung von Frauen finden.
Ein iranisches Gericht hatte die Sängerin und ihre Musiker zu 74 Peitschenhieben und zwei Jahren Berufs- und Reiseverbot verurteilt. Hintergrund ist ein Konzert im Iran ohne Publikum, das online übertragen wurde. Parastoo Ahmadi trat mit offenen Haaren auf und sang selbst. Sie verstieß damit gegen die Kopftuchpflicht und die Vorschrift, dass Frauen im Iran nicht solo singen dürfen.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

USA
Nach Lockerung der Impfpflicht: Grippeausbruch auf Militärbasis in Texas

Auf einer US-Militärbasis im Bundesstaat Texas ist die Grippe ausgebrochen.

Mehrere US-Medien berichten von rund 160 erkrankten Soldaten. Das Militär spricht von einem "lokal begrenzten Grippeausbruch". Das US-Verteidigungsministerium hatte im April die verpflichtende Grippeimpfung für Rekruten abgeschafft. Zur Begründung wurden unter anderem religiöse Freiheiten angeführt. Kritiker warnten, dass eine Lockerung der Impfpflicht die Einsatzbereitschaft beeinträchtigen könnte, da sich Krankheiten in eng zusammenlebenden Einheiten schnell ausbreiten können. Ob die Erkrankten geimpft sind, war laut US-Medien zunächst unklar. Zudem werde geprüft, ob der Tod eines Rekruten mit dem Ausbruch zusammenhänge.
Impfungen etwa gegen Masern, Mumps und Polio sind für US-Soldaten weiterhin Pflicht.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Wetter
Weiter heiß bei 30 bis 38 Grad, im Tagesverlauf Gewitter

Das Wetter: Heiter bis sonnig und am Nachmittag und Abend ausgehend von den Mittelgebirgen örtlich teils kräftige Gewitter, vereinzelt Unwetter. Schwülheiß bei 30 bis 38. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Hitze. Morgen wechselhaft mit Unwettergefahr. Weiterhin 30 bis 38 Grad.

Die weiteren Aussichten:
Am Sonntag viel Sonne. Später wieder Schauer und Gewitter. 24 bis 39 Grad.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
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